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KI verstehen - Zukunft gestalten

/ 04. Aug.

Im 6. Oberpfälzer Bildungsforum diskutierten Akteure aus Bildung und Wirtschaft über KI-Kompetenzen, Fachkräftesicherung und kontroverse Fragen der digitalen Bildung

Wie verändern Künstliche Intelligenz und Digitalisierung die Arbeitswelt und welche Kompetenzen werden Fachkräfte künftig benötigen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das 6. Oberpfälzer Bildungsforum im Future Lab Weiherhammer. Auf Einladung des INex-ÜBA-Projekts NextGenLearn, das vom Überbetrieblichen Bildungszentrums in Ostbayern (ÜBZO) durchgeführt wird, kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Bildung und regionaler Praxis zusammen, um über die Zukunft der Ausbildung zu diskutieren.

Unter dem Titel „KI verstehen - Zukunft gestalten“ standen die Bedeutung digitaler und KI-bezogener Kompetenzen, die Fachkräftesicherung sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Region im Mittelpunkt. Dabei wurde deutlich, dass technologische Entwicklungen längst nicht mehr allein technische Fragestellungen betreffen, sondern zunehmend Auswirkungen auf Bildung, Arbeitswelt und gesellschaftliches Miteinander haben.

Einen Einblick in die industrielle Praxis gab Markus Wäger, Leiter Entwicklung bei WEILER Werkzeugmaschinen, mit seinem Impuls „Fit for Future – Ausbildung im Wandel“. Er zeigte auf, wie moderne Technologien, Blended Learning und Gamification bereits heute dazu beitragen können, Ausbildungsprozesse zeitgemäß und praxisnah zu gestalten.

Einen weiteren Impuls setzte Thomas Schley vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb), Verbundpartner im Projekt NextGenLearn, mit seinem Vortrag „NextGenLearn-ortkooperation“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Zusammenarbeit der verschiedenen Lernorte, insbesondere von Unternehmen, Berufsschulen und überbetrieblichen Bildungsstätten, im digitalen Wandel weiterentwickelt werden kann, um Fachkräfte für die Zukunft gemeinsam zu stärken.

Dr. Andreas Fischer (f-bb) und Malin Ahrens (ÜBZO GmbH) richteten anschließend den Blick auf digitale Grund- und KI-Kompetenzen. Unter dem Titel „Von Buzzwords zu Basiskompetenzen“ stellten sie Erkenntnisse aus Forschung und Praxis vor und beleuchteten Chancen sowie Grenzen des Lernens mit Künstlicher Intelligenz. Die Teilnehmenden hatten dabei auch Gelegenheit, die vorgestellten Inhalte praktisch zu erproben.

Besonderes Interesse weckte der im Projekt entwickelte Grundkurs „IT für Auszubildende und Ausbildende“. Das Angebot vermittelt digitale Grundlagen praxisnah und berufsübergreifend und richtet sich damit an Interessierte aus unterschiedlichen Ausbildungsberufen und Branchen. Dieser kann in den Faschingsferien 2027 im Rahmen einer Pilotphase kostenneutral getestet werden. Interessierte Unternehmen, Bildungseinrichtungen sowie Ausbilderinnen und Ausbilder erhalten weitere Informationen unter kontakt@uebzo.de.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion mit Markus Wäger (WEILER Werkzeugmaschinen GmbH), Anja Obermeier (Kennametal Inc.), Michael Mark (LUCE Stiftung) und Stefanie Galbakiotis (Kreishandwerkerschaft Nordoberpfalz). Im Fokus standen die zukünftigen Anforderungen an Fachkräfte, die Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Ausbildung sowie die Bedeutung der Zusammenarbeit von Unternehmen, Schulen und Weiterbildungseinrichtungen.

Diskutiert wurden dabei sowohl die Chancen als auch die Risiken digitaler Technologien und deren Auswirkungen auf Ausbildung, Lehre und kommende Generationen. Die Diskussion zeigte eindrucksvoll, wie emotional das Thema Digitalisierung inzwischen geführt wird. Während über die Potenziale von KI weitgehend Einigkeit bestand, sorgten insbesondere Erfahrungen im Umgang mit Smartphones bei Kindern und Auszubildenden für kontroverse Wortmeldungen und einen der lebhaftesten Momente des Nachmittags. Die engagiert und stellenweise durchaus hitzig geführte Debatte unterstrich, wie eng technologische Entwicklungen heute mit Fragen der Bildung, Erziehung und gesellschaftlichen Verantwortung verknüpft sind.

Das Bildungsforum machte deutlich: Technologische Entwicklungen allein reichen nicht aus, entscheidend ist, Menschen für den kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien zu befähigen. Der Austausch zwischen den regionalen Akteuren leistet dabei einen wichtigen Beitrag, um gemeinsam Lösungen für die Fachkräftesicherung und die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu entwickeln.

Das Projekt „NextGenLearn“ der ÜBZO GmbH wird im Rahmen der „Initiative für eine exzellente überbetriebliche Ausbildung (INex-ÜBA)“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert. INex-ÜBA wird durchgeführt vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

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