Überbetriebliches Bildungszentrum in Ostbayern gemeinnützige GmbH

ÜBZO wird erstes Kompetenzzentrum in Bayern

(gefördert durch das BIBB, Bonn)

Bundesweite Kompetenz mit dem Zentrum Produktionstechnologie mit Schwerpunkt Wellpappe und Verpackung in der Oberpfalz. Am 26. August 2013 erhielt das Überbetriebliche Bildungszentrum in Ostbayern (ÜBZO) die Förderzusage der Bundesregierung für ein Kompetenzzentrum mit Fokus auf die Produktionstechnik bei der Herstellung und Weiterverarbeitung von Wellpappe in Weiherhammer, Oberpfalz, Deutschland.

Das Überbetriebliche Bildungszentrum in Ostbayern (ÜBZO) mit Sitz in Weiherhammer, knüpft mit der Weiterentwicklung zu einem Kompetenzzentrum an das vorhandene Profil der überbetrieblichen Ausbildung an. An industrieller Produktion ausgerichtet, wird sich das ÜBZO auf die Produktion von Wellpappe und deren Weiterverarbeitung zu Verpackungen spezialisieren.

Das Kompetenzzentrum soll sich hierbei auf vier Säulen stützen:

  • Überbetriebliche Ausbildung (virtuelle überbetriebliche duale Ausbildung)
  • Fachliche Weiterbildung (Präsenzkurse in WHR ggf. als Blended Learning durch Online-Maßnahmen vor- und nachbereitet)
  • Aus- und Weiterbildung zur Produktionsplanung, -steuerung und -optimierung (Schwerpunkt Produktionslogistik – Einsatz von Simulationssoftware)
  • Organisationsentwicklung in Unternehmen (Anleitung des Lernens in Arbeitsprozessen)

Neben den bestehenden Ausbildungsberufen zu den Themen Papiertechnologie und Packmitteltechnologie soll die neue Ausbildung Produktionstechnologie auf die Optimierung von Produktionsprozessen ausgerichtet werden. Eine Weiterbildung zum Prozessmanagement ist angedacht. Das überregionale Bildungsangebot für Unternehmen der Wellpappenindustrie in Deutschland soll gestärkt werden. Zudem soll der Ausbildungsberuf Produktionstechnologie auf andere Branchen ausgeweitet werden.

Vielfältige Kooperationsbeziehungen wie zu Berufsschulen, Hochschule Amberg-Weiden, der RWTH Aachen University als auch dem Bildungszentrum für Papierindustrie in Gernsbach runden das Angebot des neuen Kompetenzzentrums ab.

Durch zunehmende Automatisierung, Komplexität und Verkettung von Produktionsanlagen ist eine Ausbildung zum Facharbeiter mit stärkerer Prozessorientierung zur Professionalisierung eingesetzter Arbeitskräfte in Produktionsbereichen vieler Branchen notwendig geworden. Die Schwerpunktsetzung mit 70% auf die Ausbildung, 20% auf die Weiterbildung als auch 10% auf arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wird auch von der Bundesregierung positiv aufgenommen und soll gefördert werden.

Eine offizielle Förderzusage erfolgte am 26. August 2013 durch Frau Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung und Herrn MdB Albert Rupprecht, Mitglied des Deutschen Bundestages.

 

Zusatzinformationen:

Das Überbetriebliche Bildungszentrum in Ostbayern (ÜBZO) ist eine gemeinnützige GmbH, Gesellschafter ist die BHS Corrugated Maschinen- und Anlagenbau GmbH. Das Überbetriebliche Bildungszentrum in Ostbayern besteht aus zwei Bereichen Aus- und Weiterbildung. 

Über den regionalen Einzugsbereich hinaus wird Weiterbildung für Unternehmen der produzierenden Industrie, insbesondere der Wellpappenproduktion und der Weiterverarbeitung zu Verpackungsmitteln, bundesweit durchgeführt.

Das Profil des Bildungszentrums orientiert sich an industrieller Produktion. Angeboten werden Module für Metall-, Elektro-, IT-, sowie für mechatronische, verfahrenstechnische und kaufmännische Berufe.

Bereits jetzt führt das ÜBZO Weiterbildungen im Umfang von durchschnittlich 1.500 Teilnehmertagen pro Jahr für die Produzenten von Wellpappe durch. Diese Weiterbildungen sind bisher überwiegend technologieorientiert.

  

Bei Wellpappe handelt es sich um ein zukunftsträchtiges Produkt, zum einen da es große Teile des Warenverkehrs überhaupt erst möglich macht, zum anderen da es aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird. Angesichts steigender Ölpreise für die Produktion von Kunststoffen gewinnt die Wellpappe weiter an Wettbewerbsfähigkeit.

Der Anteil von Wellpappe am Transportverpackungsmarkt ist bedeutend. Nach Angaben des Verbandes der Wellpappen-Industrie e.V. (VDW, Deutschland) entfallen knapp 70 % auf den Packstoff mit der Welle (Folien 10,3 %, Vollpappe 8,2 %, Holz 7,5 %, Kunststoff 5,0 %)

 

Im Verband der Wellpappenindustrie e.V. (VDW, Deutschland) gibt es 44 Wellpappenunternehmen mit 124 Werken (Stand: 2012). Der Absatz lag 2012 bei knapp 4,7 Millionen Tonnen bzw. 9,1 Milliarden Quadratmeter Wellpappe. Rund 18.200 Mitarbeiter waren zum Stichtag bei den Wellpappenherstellern beschäftigt.

Ihr Ansprechpartner für das Kompetenzzentrum für Produktionstechnologie






    Wolfgang Siebert
    Projektleitung Kompetenzzentrum für Wellpappe und Verpackung
    +49 9605 919 - 9346
    wsiebert (at) uebzo.de

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